FAQ
Häufige Fragen
Kurz, klar, ohne Floskeln. Wenn danach noch etwas offen ist: Erstgespräch.
Zusammenarbeit & Ablauf
Keins davon. Coaching arbeitet an der Person. Beratung liefert Empfehlungen. Training vermittelt Wissen. Strukturierte Entscheidungsarbeit arbeitet an der Entscheidungssituation: Wir schaffen Klarheit über Optionen, Trade-offs und Konsequenzen – damit du entscheiden kannst. Die Entscheidung bleibt bei dir.
Typisch 6–12 Personen im Workshop, 4–8 im Sprint-Kernteam. Entscheider sollten mindestens zu den Entscheidungspunkten dabei sein. Wichtig ist, dass die Personen im Raum später auch mitverantworten, was entschieden wird.
Beides möglich. Workshops funktionieren am besten vor Ort – die Dynamik und Konzentration sind höher. Sprints laufen meist hybrid mit einer Mischung aus Remote-Sessions und Präsenz-Meilensteinen. Führungssparring ist oft Remote, weil es sich leichter in den Alltag integrieren lässt.
Kurz: Ziel/Problem in 5–10 Sätzen, Stakeholder/Entscheider, vorhandene Daten/Marktinputs. Wir klären den Rest im Vorgespräch.
Typischer Ablauf: (1) Vorab-Gespräch zur Einordnung der Situation. (2) Workshop-Tag mit strukturierter Arbeit an der Entscheidungsfrage – Optionen herausarbeiten, Spannungen sichtbar machen, Trade-offs benennen. (3) Dokumentation der Ergebnisse. (4) Optional: Follow-up nach 4–6 Wochen. Kein PowerPoint-Marathon, sondern konzentrierte Denkarbeit.
Das hängt vom Format ab. Nach einem Entscheidungs-Klarheit Workshop: Ein dokumentiertes Entscheidungsbild mit Optionen, Trade-offs und priorisierten nächsten Schritten für 6–12 Wochen. Nach einem Sprint: Validierte oder invalidierte Hypothesen plus klare Empfehlung (weitermachen, stoppen, anpassen). Nach Führungssparring: Klarheit im Kopf – keine Slides.
Wir arbeiten auf Entscheidung hin, nicht auf Präsentation. Das Format endet mit priorisierten nächsten Schritten, Verantwortlichkeiten und einem Follow-up-Termin. Keine 80-Seiten-Decks, die in der Schublade verschwinden.
Zeit & Kosten
Workshop ab 4.500 € pro Tag. Sprint nach Umfang, typisch 15.000–25.000 €. Sparring-Session ab 450 €. Erstgespräch ist immer kostenlos.
Workshops starten typisch innerhalb von 2–4 Wochen. Ein Sprint läuft über 3–6 Wochen und benötigt einen klaren Kalender. Sparring ist oft kurzfristiger möglich.
Ein Workshop dauert 1–2 Tage. Ein Sprint läuft über 3–6 Wochen. Sparring-Sessions sind einzeln oder als Serie buchbar. Die Dauer hängt von der Komplexität der Entscheidungssituation ab.
Passt das für uns?
Nein. Wir bringen Struktur, Moderation und passende Methoden. Entscheidend ist deine Kontextkenntnis und die Verfügbarkeit der Entscheider.
Ja, wenn ein echter Entscheidungsweg angebunden ist. Ohne Entscheidungsfähigkeit wird es Aktivität ohne Wirkung.
Dann prüfen wir Anschlussfähigkeit: Welche Hypothesen trägt die Strategie? Wo fehlen Evidenz und Entscheidungslogik? Oft geht es darum, eine bestehende Strategie entscheidbar zu machen.
Wenn KI Teil der Entscheidungsfrage ist, arbeiten wir damit. Als Werkzeug, nicht als Thema. Kein Hype, kein Theater – nur dort, wo es die Entscheidungsqualität verbessert.
Methodik & Hintergrund
Entscheiden & Klarheit ist ein Angebot von Pink Elephants®. Der Name steht für das, was im Raum steht, aber nicht angesprochen wird – die „rosa Elefanten". Unsere Arbeit macht genau das: Spannungen, Konflikte und unbequeme Wahrheiten sichtbar machen, damit echte Entscheidungen möglich werden.
Wir arbeiten nicht mit einem einzelnen Framework, sondern kombinieren Ansätze je nach Situation: Elemente aus Systemtheorie, Sensemaking, Decision Science und agilen Methoden. Kein Dogma, keine Zertifizierungen, kein Methoden-Bingo. Was zählt: Funktioniert es für deine Entscheidungssituation?
Wenn es zur Entscheidungsfrage passt, ja. Aber wir sind keine Canvas-Berater. Werkzeuge wie der Business Model Canvas können helfen, Optionen zu visualisieren – sie sind aber kein Selbstzweck. Viele Entscheidungssituationen brauchen andere Denkwerkzeuge oder gar keine Frameworks, sondern klare Fragen.
Grundlagen & Konzepte
Strukturierte Entscheidungsarbeit ist ein systematischer Ansatz, um Führungsteams bei komplexen Entscheidungen unter Unsicherheit zu unterstützen. Im Gegensatz zu klassischer Beratung (die Empfehlungen liefert) oder Coaching (das an der Person arbeitet) fokussiert strukturierte Entscheidungsarbeit auf die Entscheidungssituation selbst: Welche Optionen gibt es wirklich? Welche Trade-offs sind damit verbunden? Welche Spannungen müssen benannt werden? Das Ziel ist Entscheidungsreife – nicht Harmonie oder Konsens.
Ein Entscheidungs-Sprint ist ein fokussiertes 3–6-wöchiges Format für Führungsteams, bei denen Entscheidungen über längere Zeit blockieren. Anders als ein Workshop, der punktuell Klarheit schafft, begleitet ein Sprint das Team über mehrere Iterationen: Hypothesen werden formuliert, getestet und validiert oder verworfen. Am Ende steht eine fundierte Empfehlung (bauen, stoppen oder pivotieren) und ein minimaler Operating Rhythm für die nächsten Schritte.
Führungssparring ist ein vertraulicher Denkraum für einzelne Verantwortungsträger. Kein Coaching, keine Beratung – sondern ein Gegenüber, das mitdenkt, hinterfragt und Klarheit schafft. 90 Minuten, fokussiert auf deine aktuelle Entscheidungssituation. Für Geschäftsführer, Vorstände oder Bereichsleiter, die jemanden brauchen, mit dem sie denken können – ohne Agenda, ohne Politik.
Entscheidungsreife beschreibt den Zustand, in dem eine fundierte Entscheidung möglich wird. Das bedeutet: Die relevanten Optionen sind klar. Die Trade-offs sind benannt. Die Konsequenzen sind verstanden. Die Beteiligten haben ein gemeinsames Bild der Situation. Entscheidungsreife ist nicht dasselbe wie Konsens – manchmal bedeutet sie gerade, Dissens sichtbar zu machen und trotzdem handlungsfähig zu werden.
Ein klassischer Strategie-Workshop endet oft mit Maßnahmenplänen, Roadmaps oder Visionen – die dann im Alltag versanden. Ein Entscheidungs-Klarheit Workshop fokussiert auf eine konkrete, anstehende Entscheidung: Welche Optionen haben wir? Was sind die echten Trade-offs? Welche Spannungen müssen wir benennen? Das Ergebnis ist keine Präsentation, sondern Entscheidungsreife: Die Grundlage für eine tragfähige Entscheidung, die das Team auch mitträgt.
Konsens bedeutet: Alle sind einverstanden. Entscheidung bedeutet: Es ist klar, was getan wird – auch wenn nicht alle einverstanden sind. Viele Teams verwechseln beides und blockieren, weil sie auf Konsens warten, der nie kommt. Gute Entscheidungsarbeit macht Dissens sichtbar und ermöglicht trotzdem Handlungsfähigkeit. Manchmal ist die beste Entscheidung eine, die 70% mittragen – nicht eine, auf die alle 100% gewartet haben.
Typische Anzeichen: Entscheidungen werden immer wieder vertagt. Es gibt viele Meetings, aber wenig Klarheit. Beschlüsse werden gefasst, aber nicht umgesetzt. Konflikte schwelen unter der Oberfläche. Das Team diskutiert seit Wochen dieselben Themen. Wenn du das Gefühl hast „Wir drehen uns im Kreis" – dann ist strukturierte Entscheidungsarbeit wahrscheinlich der richtige Hebel.
Achte auf diese Muster: (1) Endlose Informationsbeschaffung – „Wir brauchen noch mehr Daten". (2) Scheinaktivität – viele Arbeitsgruppen, wenig Ergebnisse. (3) Verantwortungsdiffusion – niemand fühlt sich zuständig. (4) Wiederkehrende Themen – dieselben Diskussionen alle paar Wochen. (5) Harmonie-Theater – alle nicken, aber keiner handelt. (6) Eskalation nach oben – „Das muss der Vorstand entscheiden."
Noch Fragen? Lass uns sprechen.
Im Erstgespräch klären wir alles Weitere – unverbindlich und auf Augenhöhe.
